
Womit ich anziehe, was in den Tower kommt und warum ich bei schweren Pflanzen auf Stützringe setze statt auf Blähton.
Die perfekte Grundlage für deine Pflanzen
Der Schlüssel zu einem erfolgreichen hydroponischen Anbau liegt in der Wahl des richtigen Anbaumaterials. Gerade im Pflanzturm, wo die Wurzeln besonders viel Sauerstoff und Nährstoffe benötigen, spielen die Anbaumaterialien eine entscheidende Rolle.
Die Wahl des richtigen Anbaumediums ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg in der Hydroponik. Ein gutes Anbaumedium muss die Wurzeln stabilisieren, eine gute Belüftung gewährleisten und eine effiziente Drainage bieten. Es sollte außerdem in der Lage sein, Wasser und Nährstoffe zu speichern und bei Bedarf an die Pflanzen abzugeben.
In der Hydroponik spielt das Anbaumedium eine zentrale Rolle, da es die Erde ersetzt und dafür sorgt, dass die Pflanzen optimal mit Wasser, Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden. Ein geeignetes Medium fördert gesundes Wurzelwachstum und verhindert Probleme wie Wurzelfäule oder Nährstoffmangel.
Im Pflanzturm kommt noch etwas dazu: Das Material darf den pH-Wert nicht verändern und nichts ins Wasser abgeben, denn die Nährlösung läuft im Kreislauf an allen Pflanzen vorbei.
Im Tower laufen Wasser und Nährstoffe im Kreislauf. Erde würde die Pumpe und die Leitungen verstopfen, verdichtet sich, lässt kaum Luft an die Wurzeln und kann Schädlinge mitbringen. Das Anbaumaterial hat darum nur eine Aufgabe: die Pflanze am Anfang halten, bis die Wurzeln selbst ins Wasser wachsen.
📖Alle Anzuchtmedien im Vergleich stehen in meinem Buch im Abschnitt „Worin ziehe ich meine Samen an?“. Schau einfach ins Inhaltsverzeichnis.›Schaumstoff ist das ideale Anbaumedium für hydroponische Systeme, besonders in Pflanztürmen. Ich habe damit die besten Erfahrungen gemacht, und das aus gutem Grund:
Schaumstoffmatten bieten den Pflanzenwurzeln eine sichere und stabile Basis, ohne die Wurzeln einzuengen. Ein großer Vorteil ist, dass Schaumstoff nur wenig Feuchtigkeit speichert und kein Wasser staut, er leitet das Wasser direkt zu den Wurzeln.
Für die meisten Pflanzen nehme ich Schaumstoffwürfel. Sie sind günstig, sauber und pH-neutral, es lösen sich keine Bestandteile, und sie krümeln nicht ins System.
Wie ich Schritt für Schritt anziehe, zeige ich im Beitrag Anzucht im Schaumstoffwürfel.
Passt dazu:Anzucht im Schaumstoffwürfel: Schritt für Schritt zur Jungpflanze›Meine Anzuchtmatte mit vorgeschnittenen Würfeln, passend für die Gitternetztöpfe.
Im Shop ansehen ›Mit 25 Schaumstoffwürfeln. Unter dem Deckel bleiben die Würfel feucht und die Samen keimen gleichmäßig.
Im Shop ansehen ›Gitternetztöpfe, auch Netzkörbe genannt, sind speziell für den hydroponischen Anbau entworfen und passen ideal in die Öffnungen meines Pflanzturms. Sie sind durchlässig und bieten den Wurzeln die nötige Belüftung, damit sich die Pflanzen gesund entwickeln können.
In der Anzuchtstation sitzt jeder Würfel in einem eigenen Gitternetztopf. Eine Platte mit Öffnungen verhindert, dass die Töpfe schwimmen. Das Wasser senke ich erst ab, wenn unten 2 bis 3 Zentimeter Wurzeln herausragen. Danach bleibt etwa 1 Zentimeter Luft, und nach dem Umsetzen taucht der Topf höchstens einen halben Zentimeter ein. Der Luftsprudler läuft in der Station Tag und Nacht.
Der Vorteil der Station: Du musst nicht vereinzeln. Dafür braucht sie etwa dreimal so viel Fläche wie die Anzuchtbox.
Passend für meine Pflanztürme und die Anzuchtstation, mit optionalen Stützringen.
Im Shop ansehen ›Ein paar Fragen zu Platz, Standort und Ernte-Wunsch, und du bekommst eine Empfehlung.
Zum Pflanzturm-Berater ›Kokosfasern sind eine natürliche Wahl aus den Schalen der Kokosnuss. Sie gehen für Blattgemüse wie Salat und Spinat, ich nehme sie aber vor allem zum Vorziehen von Tomaten, Paprika und Gurken. Die Fasern halten Wasser gut zurück. Nährstoffe bringen sie kaum mit, die kommen in der Hydroponik aus der Nährlösung.
Kokosfasern lassen sich gut in Gitternetztöpfe integrieren. In den Pflanzturm kommen sie nur gut abgespült, denn Reste verstopfen die Pumpe. Für Anfänger sind Schaumstoffwürfel die einfachere Wahl.
Zum Vorziehen von Tomaten, Paprika und Gurken nehme ich gern Kokos, weil es sich leicht abspülen lässt. Tomaten säe ich direkt in einen 5-Zentimeter-Gitternetztopf mit Kokos. Bei 6 bis 7 Zentimetern spüle ich die Wurzeln mit etwa 20 Grad warmem Wasser ab und setze sie mit Stützring in die Anzuchtstation.
Die Nachteile: Kokos braucht mehr Platz, krümelt, kann Trauermücken anlocken und Reste können die Pumpe verstopfen. Darum gut abspülen, bevor es in den Tower geht.
📖Würfel oder Kokos für Tomaten? Das erkläre ich in meinem Buch im Kapitel „Aussaat und Umzug“. Schau einfach ins Inhaltsverzeichnis.›EasyPlugs sind kleine Anzuchtwürfel, die perfekt für die Keimung und die Anzucht von Jungpflanzen im Pflanzturm geeignet sind. Sie speichern Wasser besonders gut, was die Pflege in der ersten Wachstumsphase erleichtert, und bieten den jungen Pflanzen eine stabile Struktur.
EasyPlugs gehören zu den Anzuchtstopfen aus gepresstem, gebundenem Material. Sie sind eine gute Wahl, wenn du keinen Schaumstoff verwenden möchtest. Halte sie feucht, aber nicht nass, und stelle sie wie die Würfel nur zu etwa einem Drittel ins Wasser.
Perlite ist ein leichtes, poröses Material, das die Drainage und Belüftung in deinem Pflanzturm unterstützt. Besonders für Pflanzen mit anspruchsvollen Wurzelsystemen ist Perlite eine gute Wahl.
Perlite ist aufgeblähtes Vulkangestein, pH-neutral und gibt nichts ins Wasser ab. Es ist aber so leicht, dass es aufschwimmt. Lose gehört es darum nicht in den Tower, dort würde es ausgespült und landet in der Pumpe. Am besten nutzt du es als Beimischung zu Kokos im Gitternetztopf, etwa ein Teil Perlite auf drei Teile Kokos. Beim Umfüllen staubt es, also vorher anfeuchten.

Über 170 Seiten, für Anfänger einfach erklärt und mit Videos zu den Themen. Genau so, wie ich selbst anbaue: von der Aussaat bis zur Ernte. Erscheint vor Weihnachten im Shop und bei Amazon.
Mehr zum Buch ›Steinwolle wird aus geschmolzenem Basaltgestein hergestellt, das zu feinen Fasern gesponnen und in Blöcke oder Würfel geformt wird. Sie ist bekannt für ihre ausgezeichnete Luft- und Wasserführung.
| Material | Was du wissen solltest |
|---|---|
| Steinwolle | Wird im Profi-Anbau genutzt. Ich nehme sie nicht. Unbehandelt kann sie den pH-Wert anheben, darum vorher gründlich spülen. |
| Anzuchtstopfen | Gehen auch, können aber im System krümeln. |
| Blähton | Vorher gut auswaschen, sonst verändert er die Wasserwerte. Kullert beim Umstecken gern heraus. |
Neoprenringe sind ein beliebtes und effizientes Hilfsmittel in der Hydroponik, insbesondere in Systemen, die ohne Substrat arbeiten. Sie bieten zahlreiche Vorteile, insbesondere wegen ihrer einfachen Handhabung und der Möglichkeit, Pflanzen stabil und sicher zu halten.
Statt Neoprenringen aus Schaumstoff nutze ich meine selbst entwickelten Stützringe aus dem 3D-Drucker. Sie erfüllen dieselbe Aufgabe und passen genau in meine Gitternetztöpfe.
Für schwere Pflanzen wie Kohlrabi, Erdbeeren, Tomaten und Gurken nehme ich meine Stützringe. Sie decken den Topf gegen Licht ab, dadurch bilden sich weniger Algen. Sie sind dünn, passen sich dem Stängel an und lassen sich an der Sollbruchstelle öffnen, um den Stängel seitlich einzuführen. Sie halten auch Pflanzen, die du aus der Erde befreit hast. Bei Erdbeeren bleibt das Herz über dem Ring.
Für schwere Gemüsepflanzen, passgenau für den 5-cm-Gitternetztopf aus meinem Shop.
Im Shop ansehen ›Damit ziehe ich selbst alles vor. Die Box und die Station drucke ich selbst, die Stützringe gibt es so nur bei mir.
Im Shop ansehen ›Du kannst auch Pflanzen aus dem Gartencenter in den Tower setzen. Spüle die Erde mit dem Sprühstrahl gründlich ab und setze die Pflanze mit Stützring oder Blähton in den Gitternetztopf. Am Anfang lasse ich die Pumpe länger laufen, bis sich Wasserwurzeln gebildet haben.
Für den erfolgreichen hydroponischen Anbau im Pflanzturm ist die Wahl des Anbaumaterials entscheidend. Schaumstoff und Gitternetztöpfe bieten eine optimale Kombination aus Stabilität, Belüftung und einfacher Pflege. Kokosfasern und Perlite ergänzen das System für eine gleichmäßige Wasserversorgung und Wurzelbelüftung.
Mit diesen Materialien schaffst du ideale Bedingungen für deine Pflanzen, ganz ohne Erde. Beginne dein Hydroponik-Projekt im Pflanzturm und freue dich schon bald auf gesunde und frische Ernten direkt aus deinem eigenen hydroponischen Garten!
Mein Weg ist einfach: Anzucht im Schaumstoffwürfel, Tomaten und Paprika gern in Kokos, umsetzen in den Gitternetztopf und schwere Pflanzen mit Stützring sichern. Loses Substrat kommt bei mir nicht in den Tower.
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