Gitternetztopf als Einsatz für den Hydro Tower
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Gitternetztopf in der Hydroponik: Netztöpfe und Stützringe richtig nutzen

Wofür du Gitternetztöpfe brauchst, was in den Topf hineinkommt, wann deine Pflanze in den Tower umzieht und wie ein Stützring schwere Pflanzen sicher hält.

🪴
5 cm Topf
passt genau in meine Pflanzplätze
🌱
Wurzeln durchs Gitter
direkt ins Wasser und an die Luft
⭕
Stützring
Halt für schwere Pflanzen und Schutz vor Licht
♻️
Immer wieder nutzbar
nach der Ernte reinigen, neu bepflanzen

Was ist ein Gitternetztopf?

Ein Gitternetztopf, auch Netztopf oder Netzkorb genannt, ist ein kleiner Kunststofftopf mit vielen Schlitzen. Er hält deine Pflanze und ihr Anzuchtmedium, zum Beispiel einen Schaumstoffwürfel, an ihrem Platz. Die Wurzeln wachsen durch das Gitter hinaus, direkt ins Wasser und an die Luft. So kommen sie an Nährlösung und Sauerstoff, ganz ohne Erde.

In der Hydroponik ist der Gitternetztopf das Bindeglied zwischen Pflanze und System. Ich nutze ihn überall: in der Anzuchtstation, im Hydro Tower und auch bei der Kratky-Methode. Die Pflanze wächst oben heraus, die Wurzeln hängen unten ins Wasser.

Junge Pflanzen in Gitternetztöpfen für die Hydroponik
Junge Pflanzen in Gitternetztöpfen: Die Wurzeln wachsen durch das Gitter ins Wasser.

Warum die Wurzeln das Gitter lieben

VorteilWas es für deine Pflanze bedeutet
Offene StrukturDie Wurzeln bekommen Luft. Gesunde Wurzeln sind weiß und kräftig.
Kein StauÜberschüssiges Wasser läuft sofort ab, im Topf steht nichts.
Freier Weg nach untenDie Wurzeln wachsen durch die Schlitze direkt in die Nährlösung.
Einfach umsteckenWird es irgendwo eng, ziehst du den ganzen Topf heraus und steckst ihn um.
WiederverwendbarNach der Ernte reinigen und neu bepflanzen.
💡 Fass den Topf an, nicht die Pflanze
Beim Umsetzen und Umstecken nimmst du immer den Topf oder den Würfel in die Hand, nie den Stängel. So knickst du keine Wurzeln und keinen Stiel.

Meine Gitternetztöpfe für den HydroFlex Tower

Meine Gitternetztöpfe haben 5 cm Durchmesser und passen genau in die Pflanzplätze meiner HydroFlex Tower und in meine Anzuchtstationen. Sie sitzen fest, kippen nicht und schließen die Öffnung gut ab. So verdunstet weniger Wasser, und nichts tropft heraus.

Baust du meinen Pflanzturm nach, nimm genau diese Töpfe. Sie sitzen passgenau im HT-DN53-Ring. So bleibt alles an Ort und Stelle, auch bei Wind oder wenn die Pflanze schwere Früchte trägt.

Gitternetztöpfe und Stützringe
Aus meinem Shop
Gitternetztöpfe und Stützringe

Meine 5-cm-Gitternetztöpfe passen genau in die Pflanzplätze meiner HydroFlex Tower und in meine Anzuchtstationen. Die Stützringe habe ich selbst entwickelt, es gibt sie nur bei mir, und sie passen nur in meine eigenen Gitternetztöpfe.

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Was kommt in den Gitternetztopf?

Der Topf allein hält keinen Samen. Du brauchst ein Medium, das den Samen feucht hält und den jungen Wurzeln Halt gibt. Das habe ich ausprobiert:

MediumSo nutze ich es
SchaumstoffwürfelMeine Lieblingsmethode. Günstig, sauber, pH-neutral, krümelt nicht. Der Würfel kommt komplett in den Topf.
KokosIdeal für Tomaten und Paprika. Ich säe direkt in den Topf und spüle den Kokos bei 6 bis 7 cm Pflanzenhöhe ab.
SteinwolleViel genutzt im Erwerbsanbau. Ich nutze sie nicht, unbehandelte Steinwolle kann den pH-Wert anheben.
BlähtonGibt Halt, muss aber gründlich gewaschen werden, sonst verändert er die Wasserwerte. Kullert beim Umstecken gern heraus.
StützringHält abgespülte Pflanzen ohne Medium und schwere Pflanzen sicher im Topf.

Mehr zu den Medien liest du auf meiner Seite zum Anbaumaterial.

1Würfel in den Gitternetztopf

Anzuchtstation · jeder Würfel hat seinen Platz

In der Anzuchtstation sitzt jeder Würfel in einem eigenen Gitternetztopf. Die Töpfe stecken in einer Platte mit passenden Öffnungen. So klemmen sie fest und schwimmen nicht. Säst du direkt in der Station, ziehst du die Würfel einzeln aus der Matte und setzt sie in die Töpfe. Ziehst du in der Anzuchtbox vor, setzt du um, sobald die Pflänzchen etwa 2 cm hoch sind und unten die ersten Wurzeln aus dem Würfel kommen. Heb den Würfel einfach an und schau von unten nach.

Was ich dafür nutze: meine Anzuchtbox mit 25 Würfeln, die Schaumstoffmatte für 100 Pflanzen und meine Anzuchtstation für 25 oder 35 Pflanzen.

2Wasserstand und Luft

erst knapp im Wasser · dann absenken

Nach dem Umsetzen aus der Box taucht der Topf höchstens 0,5 cm ins Wasser. Säst du direkt in der Station aus, stehen die Würfel etwa zu einem Drittel im Wasser, damit sie sich vollsaugen. Erst wenn bei allen Pflanzen 2 bis 3 cm Wurzeln unten aus dem Topf ragen, senkst du das Wasser ab, sodass etwa 1 cm Luft bleibt. Prüf wirklich jede Pflanze. Senkst du zu früh ab, trocknet eine Pflanze mit kurzen Wurzeln aus.

Der Luftsprudler läuft in der Station von Anfang an mit, Tag und Nacht. Die Wurzeln brauchen Sauerstoff, sonst droht Wurzelfäule.

Topf im Wasser
max. 0,5 cm
Absenken ab
2 bis 3 cm Wurzeln
Danach
etwa 1 cm Luft
Luftsprudler
Tag und Nacht
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3Ab in den Tower

ab etwa 5 cm Pflanzengröße

Im Tower ziehe ich keine Samen an. Dort steckt der Würfel mehrere Zentimeter tief im Gitternetztopf, es fehlen Licht und die richtige Keimtemperatur. Die Pflanzen wachsen darum erst in der Station heran. Ab etwa 5 cm Größe, wenn auch die Wurzeln schon länger sind, dürfen sie umziehen.

Den Gitternetztopf mit der Pflanze steckst du einfach in einen freien Pflanzplatz. Die größeren Pflanzen setze ich zuerst, mit genug Abstand, in die Lücken kommen die kleineren. Die Wurzeln dürfen unten heraushängen, so bekommen sie beim nächsten Pumpen gleich Wasser. Wackelt eine Pflanze im Topf, hält sie ein Stützring.

💡 Kleine Pflanzen zu großen
Kleine Pflanzen dürfen auch in einen laufenden Tower zu großen Pflanzen. Haben sie schon kräftige Wurzeln, kommen sie mit dem höheren Dünger gut klar. Wie du den Tower vorbereitest, zeige ich dir in der Hydro Tower Anleitung.

Der Stützring: fester Halt im Topf

Kohlrabi, Erdbeeren, Tomaten und Gurken werden schwer. Ohne Halt kippen sie oder rutschen im Topf nach unten. Darum habe ich meine eigenen Stützringe entwickelt. Sie sind dünn und biegsam und passen sich dem Stängel an. Ein Ring hält den Stängel im Topf, und später verknoten sich die Wurzeln im Behälter und geben zusätzlich Halt. Bei Tomaten übernimmt oben die Schnur das Gewicht.

Der Ring hat noch einen zweiten Vorteil: Er deckt den Topf oben ab. Dann kommt kein Licht an Würfel und Wurzeln, und es bilden sich weniger Algen. Algen wachsen überall, wo es nass ist, Nährstoffe gibt und Licht hinkommt. Darum setze ich den Ring auch auf Pflanzen mit Würfel.

So setzt du den Stützring ein

  1. Ring an der Sollbruchstelle öffnen.
  2. Ring leicht aufbiegen.
  3. Stängel seitlich einführen.
  4. Ring in den Topf drücken.
💡 Mein Tipp für Erdbeeren
Bei Erdbeeren bleibt das Herz über dem Ring und damit trocken.

Wichtig: Meine Stützringe passen nur in meine eigenen Gitternetztöpfe. Blähton oder ein Stück Schaumstoff gehen zur Not auch, halten schwere Pflanzen aber nicht so sicher.

Pflanzen aus der Erde in den Gitternetztopf

Du musst nicht immer hydroponisch starten. Auch Jungpflanzen aus dem Baumarkt oder Gartencenter kannst du nehmen. Die Erde spülst du vorsichtig mit einem Sprühstrahl von den Wurzeln und spülst mit klarem Wasser nach. Danach hat die Pflanze kein Medium mehr. Lose im Topf würde sie austrocknen, oder der Wind weht sie heraus. Der Stützring hält sie fest im Gitternetztopf.

Bei Tomaten habe ich mit Kokos sogar besonders gute Erfahrungen gemacht. Ich fülle den Gitternetztopf gleich mit Kokoserde und lege den Samen hinein. Die Pflanze wächst oben heraus, die Wurzeln wachsen unten schon durch das Gitter. Sind die Tomaten 6 bis 7 cm hoch, spüle ich den Kokos mit etwa 20 °C warmem Wasser ab, setze einen Stützring ein, und ab geht es in die Anzuchtstation. Spül lieber einmal mehr, denn Kokosreste verstopfen die Pumpe. Mehr dazu in meiner Anleitung zu Tomaten in der Hydroponik.

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Reinigen und wiederverwenden

Gitternetztöpfe sind nicht für eine Saison gemacht. Nach der Ernte ziehst du die Pflanze samt Topf heraus, entfernst Wurzeln und Würfel, und der Topf ist bereit für die nächste Pflanze. Beim Pflücksalat erntest du von außen nach innen, beim Kopfsalat ziehst du ihn samt Netztopf heraus, wirfst den Würfel weg, reinigst den Topf und setzt eine neue Jungpflanze ein.

  1. Wurzeln und alten Würfel gründlich aus dem Topf entfernen. Wurzelreste sind ein Nährboden für Krankheitserreger.
  2. Töpfe in warmem Wasser mit einer Bürste ausschrubben.
  3. Weiße Krusten sind Kalk aus deinem Wasser und harmlos. Sie gehen mit Essig oder Zitronensäure ab.
  4. Gut trocknen lassen und staubfrei lagern.

So startest du in die nächste Runde mit sauberem Material. Gerade nach einer Saison mit kranken Wurzeln lohnt sich gründliches Reinigen.

Häufige Probleme und was hilft

Die Pflanze wackelt oder kippt

Sie ist zu schwer für den Topf, oder sie hat kein Medium mehr, weil sie aus Erde kommt. Ein Stützring hält sie fest. Bei Tomaten nimmst du zusätzlich eine Schnur von oben.

Grüner Belag auf Würfel und Topf

Das sind Algen. Sie brauchen Licht. Deck den Topf mit einem Stützring ab und achte darauf, dass dein Behälter lichtdicht ist.

Braune, schleimige Wurzeln

Gesunde Wurzeln sind weiß. Werden sie braun und schleimig, fehlt meist Sauerstoff oder das Wasser ist zu warm. Lass den Luftsprudler durchgehend laufen und halte den Behälter kühl und im Schatten.

Keimlinge im Tower werden lang und dünn

Im Tower steckt der Samen zu tief im Topf, es fehlt Licht. Zieh deine Pflanzen in der Anzuchtbox oder Anzuchtstation vor und setze sie erst ab etwa 5 cm Größe in den Tower.

Häufige Fragen zum Gitternetztopf

Was ist ein Gitternetztopf?
Ein kleiner Kunststofftopf mit vielen Schlitzen, auch Netztopf oder Netzkorb genannt. Er hält die Pflanze und ihr Anzuchtmedium an ihrem Platz, während die Wurzeln durch das Gitter ins Wasser wachsen.
Warum hat der Gitternetztopf so viele Schlitze?
Durch die Schlitze wachsen die Wurzeln direkt in die Nährlösung und bekommen Luft. Überschüssiges Wasser läuft sofort ab, im Topf staut sich nichts.
Welchen Durchmesser haben deine Gitternetztöpfe?
Meine Gitternetztöpfe haben 5 cm Durchmesser. Sie passen genau in die Pflanzplätze meiner HydroFlex Tower und in meine Anzuchtstationen.
Wo nutze ich Gitternetztöpfe überall?
In der Anzuchtstation, im Hydro Tower und bei der Kratky-Methode. Überall hält der Topf die Pflanze oben, und die Wurzeln hängen unten ins Wasser.
Welches Medium kommt bei dir in den Gitternetztopf?
Am liebsten ein Schaumstoffwürfel. Er ist günstig, sauber, pH-neutral und krümelt nicht. Für Tomaten und Paprika nehme ich gern Kokos.
Warum nutzt du keine Steinwolle?
Unbehandelte Steinwolle kann den pH-Wert anheben. Mit Schaumstoffwürfeln komme ich einfacher und zuverlässiger zum Ziel.
Was muss ich bei Blähton beachten?
Blähton musst du vor dem Einsatz gründlich waschen, sonst verändert er deine Wasserwerte. Außerdem kullert er beim Umstecken gern aus dem Topf.
Wann setze ich die Pflanze aus der Anzuchtbox in den Gitternetztopf?
Wenn die Pflänzchen etwa 2 cm hoch sind und unten die ersten Wurzeln aus dem Würfel wachsen. Heb den Würfel an und schau von unten nach.
Wie tief darf der Gitternetztopf nach dem Umsetzen im Wasser stehen?
Höchstens 0,5 cm. So bleibt der Würfel feucht, steht aber nicht im Wasser.
Wann senke ich das Wasser in der Anzuchtstation ab?
Erst wenn bei allen Pflanzen 2 bis 3 cm Wurzeln unten aus dem Topf ragen. Dann bleibt etwa 1 cm Luft zwischen Topf und Wasser.
Warum schwimmen die Töpfe in meiner Anzuchtstation nicht?
Sie stecken in einer Platte mit passenden Öffnungen. Dort klemmen sie fest und bleiben an ihrem Platz.
Ab welcher Größe kommt die Pflanze mit ihrem Gitternetztopf in den Tower?
Ab etwa 5 cm Pflanzengröße, wenn auch die Wurzeln schon länger sind. Vorher wächst sie in der Anzuchtstation heran.
Warum säe ich nicht direkt im Tower?
Im Tower steckt der Würfel mehrere Zentimeter tief im Gitternetztopf. Dort fehlen Licht und die richtige Keimtemperatur, die Keimlinge werden lang und dünn.
Dürfen die Wurzeln unten aus dem Topf heraushängen?
Ja, das ist sogar gut. So bekommen sie beim nächsten Pumpen gleich Wasser.
Wofür brauche ich einen Stützring?
Er hält schwere Pflanzen wie Kohlrabi, Erdbeeren, Tomaten und Gurken fest im Gitternetztopf. Außerdem hält er abgespülte Pflanzen aus Erde, die kein Medium mehr haben.
Warum hilft der Stützring gegen Algen?
Er deckt den Topf oben ab. Dann kommt kein Licht an Würfel und Wurzeln, und ohne Licht bilden sich weniger Algen.
Wie setze ich den Stützring ein?
Ring an der Sollbruchstelle öffnen, leicht aufbiegen, den Stängel seitlich einführen und den Ring in den Topf drücken.
Passen deine Stützringe in jeden Netztopf?
Nein. Meine Stützringe passen nur in meine eigenen Gitternetztöpfe aus dem Shop.
Wo bleibt bei Erdbeeren das Herz?
Über dem Stützring. So bleibt das Herz der Erdbeere trocken.
Kann ich Pflanzen aus dem Gartencenter in einen Gitternetztopf setzen?
Ja. Spül die Erde vorsichtig mit einem Sprühstrahl ab und mit klarem Wasser nach. Dann setzt du die Pflanze mit Stützring oder Blähton in den Gitternetztopf.
Wie säe ich Tomaten direkt im Gitternetztopf?
Ich fülle den Topf mit Kokoserde und lege den Samen hinein. Bei 6 bis 7 cm Pflanzenhöhe spüle ich den Kokos mit etwa 20 °C warmem Wasser ab und setze einen Stützring ein.
Warum soll ich Kokos gründlich abspülen?
Kokosreste gelangen sonst ins System und können die Pumpe verstopfen. Lieber einmal mehr spülen.
Kann ich Gitternetztöpfe wiederverwenden?
Ja. Nach der Ernte entfernst du Wurzeln und alten Würfel, schrubbst den Topf in warmem Wasser aus und lässt ihn gut trocknen.
Was sind die weißen Krusten an meinen Netztöpfen?
Das ist Kalk aus deinem Wasser. Er ist harmlos und geht mit Essig oder Zitronensäure ab.
Wie sehen gesunde Wurzeln unter dem Gitternetztopf aus?
Weiß und kräftig. Werden sie braun und schleimig, fehlt meist Sauerstoff oder das Wasser ist zu warm.

Mehr Grundlagen findest du unter Anbaumaterial, pH-Wert und EC-Wert.

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